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Management und Philosophie. |
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Dr. Wolfgang Gleixner
Ein Projekt des St. Jakobushaus
Dass die „Welt“ unübersichtlich ist, ist eine (inzwischen wohl weit verbreitete) Empfindung. Etwa so: Weder die „innere“ noch die „äußere“ Welt präsentiert sich als ein wohlgestalteter Kosmos. Das erklärt das offensichtlich weit verbreitete Gefühl von existenzieller Ungeborgenheit, geradezu eine „metaphysische Heimatlosigkeit“. Und das auch – ja gerade – bei den (sogenannten) politischen und wirtschaftlichen Eliten. Ablesbar beispielsweise an dem stetig wachsenden einschlägigen „Buchmarkt“; und – vor allem an der Vielzahl der Angebote (der eine entsprechende Nachfrage entspricht) an Beratung, Supervision, Coaching (u. ä.) für die unterschiedlichsten Führungskräfte. Manchem Begrüßenswerten und Sinnvollen steht hier bedauerlicherweise viel Unseriöses gegenüber. Sieht man etwas näher hin, stellt ich das so dar: Aufgeblasene Titel, schwache Inhalte, fehlende Methodenkompetenz und ein guruhaftes Auftreten der „Seminarleiter“ sind leider nicht allzu selten. So zusammengefasst: Dieser Markt ist – so scheint es – selbst nicht nur ein Ausdruck, sondern Teil dieser allgemeinen Unübersichtlichkeit. Nicht wenige dieser Psychokurse und Erfolgstechniken sind (in einem ausdrücklichen Wortsinne) „oberflächlich“, einzelne sogar „gefährlich“. Sie sind in Wahrheit oftmals Teil des Problems, dessen Lösung sie beanspruchen zu sein. Vor allem dann, wenn sie grundlegende Einsichten in Aussicht stellen. Sie klären nicht die Persönlichkeit, mindern nicht die von vielen drückend empfundene existenzielle Unübersichtlichkeit.
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