Das konstruierte Paradies

11. September 2015 - 18:00 bis 13. September 2015 - 13:00

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Utopien aus philosophischer und theologischer Perspektive

Dürfen wir noch Utopien entwerfen? Sind Träume einer schöneren Welt nicht unnütze Phantastereien, die mit der harten Realität nichts zu tun haben? Doch gerade wenn bei der Gestaltung der Gesellschaft die Ohnmacht überhandnimmt und die bestehenden Verhältnisse als alternativlos erklärt werden, drängt sich die Frage auf: Stellt die Fähigkeit, einen utopischen Standpunkt zu beziehen, nicht eine Notwendigkeit für den Menschen dar? Nur wer sich eine bessere Welt vorstellen kann, gewinnt Distanz zu den herrschenden Lebensverhältnissen. Dann lässt er sich nicht auf das Existierende festlegen und gewinnt letztlich auch eine Offenheit für Gott.

Wir betrachten im Seminar klassische Entwürfe einer Utopie und verfolgen deren Spuren zurück bis zu den biblischen Propheten. So zeigt sich, wie die Vorstellung eines „Ortes im Nirgendwo“ zu einer konstruktiven Kritik realer Lebensverhältnisse werden kann. Aus philosophischem und theologischem Blickwinkel wird so gezeigt, weshalb sich Utopien heute bei Weitem nicht erledigt haben.

Referent_innen: Dr. Andrea Keller, Dr. Gregor Scherzinger
Seminarleitung: Dr. Gregor Scherzinger, St. Jakobushaus
Kosten: 118,00 € pro Person/DZ, 146,00€/EZ, 57 € für Schüler_innen und Studierende pro Person/DZ

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